Selber Wölfe vs. Erding Gladiators 7:3 (2:0; 3:2; 2:1)
Die Selber Wölfe hatten über weite Strecken der Partie ihre Probleme mit den kampfstarken Gästen aus Erding. Auch das Ergebnis fiel in der Höhe wohl etwas zu deutlich aus. Die Gladiators zeigten ein gutes Auswärtsspiel, während die Wölfe teils etwas sorglos agierten. So etwas wie die Vorentscheidung war wohl die doppelte Überzahl, die die Gäste nicht in Treffer ummünzen konnten. Aus Sicht der Selber Wölfe gilt es positiv festzuhalten, dass man nach dem punktlosen letzten Wochenende, zurück in der Erfolgsspur ist. Auch im Powerplay agierten die Wölfe wieder zielstrebiger und konnten hier starke drei Treffer bei viermal Überzahl an diesem Abend erzielen. Der Sieg für Selb geht absolut in Ordnung, wobei Erding über die gesamte Spielzeit Paroli bieten konnte.
Felix Bauer mit seinem Premierentreffer
Die Gäste aus Erding erwischten einen guten Start und tauchten einige Male im Drittel der Wölfe auf. Richtig gefährlich wurde es vor Weidekamp vorläufig aber nicht. Selb hingegen tat sich in den ersten Minuten schwer, erst nach gut sieben Minuten war es Lahtinen, der nach einer schnellen Kombination im Slot zum Abschluss kam, jedoch an Zabolotny scheiterte. Die Wölfe hatten Mühe, gegen die gut organisierten Gladiators nennenswerte Chancen herauszuspielen. Dennoch gelang den Wölfen schließlich der Führungstreffer. Miksch bediente an der Bande Kassay-Kezi, dessen Schuss von Zabolotny mit dem Schoner noch parierte wurde, der Puck war dann jedoch frei im Slot, wo Bauer am schnellsten reagierte und mit einem überlegten Flachschuss durch die Schoner von Zabolotny seine Farben in Führung bringen konnte und zugleich sein erstes Tor für die Selber Wölfe markierte. Im direkten Gegenzug hatten die Wölfe dann Glück, als der Schuss von Hobbs knapp am Tor vorbei ging. Noch vor der Pause gelang den Wölfen der zweite Treffer. An der Bande eroberten Nemec und Valasek den Puck, letzterer gab diesen dann direkt an den völlig freien Kuqi weiter, der überlegt und mit viel Ruhe Zabolotny umspielte und zum 2:0 einschob.
Wölfe schalten einen Gang höher
Direkt zu Beginn des zweiten Drittels gab es die kalte Dusche für die Wölfe. Tabert musste auf die Strafbank und die Gladiators nutzten ihr Powerplay sofort. Hobbs erhielt keinerlei Druck und legte sich den Puck in aller Ruhe zurecht, ehe er Weidekamp über den Schoner hinweg zum Anschlusstreffer überwinden konnte. Selb brauchte ein paar Minuten, ehe Spitzner einem Puck im Angriffsdrittel stark nachging. Woraufhin Schutz zur Hilfe eilte und mit seinem Pass Spitzner im Slot fand, der erst noch an Zabolotny scheiterte, der Rebound landete bei Rubin, der somit den alten Abstand wieder herstellen konnte. Keine Minute später, folgte der schnelle Doppelschlag der Wölfe, die ebenfalls in ihrem ersten Powerplay an diesem Abend trafen. Über Schutz und Tramm kam Lahtinen frei zum Schuss, dessen Onetimer über der Schulter des machtlosen Zabolotny im kurzen Eck einschlug. Die Begegnung war nun deutlich munterer mit mehreren Chancen auf beiden Seiten. Einen individuellen Fehler in der neutralen Zone nutzte dann Erding in Person von Modlmayr, der Weidekamp im eins gegen eins überwinden konnte. Die Wölfe schraubten weiter am Ergebnis. Pauker zog von außen einfach mal ab und dessen Schuss konnte Zabolotny nicht festhalten. Tabert war der Nutznießer und versenkte den Puck mühelos zum 5:2. Beinahe wäre Erding der nächste Treffer geglückt. Michl spielte Schmidpeter stark frei, der Angreifer verzog vor Weidekamp jedoch knapp. Mit der letzten Chance wäre Rubin fast noch sein dritter Treffer gelungen, seinen Flachschuss konnte Zabolotny parieren.
Wölfe überstehen doppelte Unterzahl
Wieder waren es die Gäste, die zu Beginn die Initiative übernahmen und Druck auf Weidekamp ausübten. Der Schuss von Waldhausen wurde vor Weidekamp von Modlmayr noch abgefälscht und so gelang Erding folglich der dritte Treffer. Nach einer Strafe gegen Valasek hatte Hobbs direkt die erste Schusschance, die Weidekamp parieren konnte. Wenig später war es Raab, der nach Stockschlag ebenfalls auf die Strafbank musste. Die doppelte Unterzahl verteidigten die Wölfe dann aber umso stärker und ließen bis auf zwei Abschlüsse, bei denen Weidekamp auf dem Posten war, nichts zu. Erding drängte weiter auf den Anschlusstreffer, die beste Chance hatte wieder Schmidpeter, der erneut in Weidekamp seinen Meister fand. Von den Wölfen war in dieser Phase wenig zu sehen, Erding war weiter drauf und dran, den Anschluss zu erzielen. Hobbs scheiterte erneut frei vor Weidekamp am Torhüter der Wölfe. Drei Minuten vor Ende, nahmen die Gäste dann die Auszeit und brachten den sechsten Feldspieler. Das Bully ging direkt an Selb und Schutz konnte aus der eigenen Hälfte das Empty Net zur endgültigen Entscheidung erzielen. Der Torjäger der Wölfe setzte aber noch einen drauf. Als Selb nochmals im Powerplay ran durfte, war es Schutz, der mit einem präzisen Schuss ins lange Eck den Endstand markierte.
Mannschaftsaufstellungen und Statistik
Selber Wölfe: Weidekamp (Wiens) – Gläßl, Tramm, Gauch, Raab, Kassay-Kezi, Müller, Hördler – Kuqi, Nemec, Valasek, Spitzner, Rubin, Schutz, Pauker, Lahtinen, Tabert, Miksch, Ziesche, Bauer
Erding Gladiators: Zabolotny (Schlammer) – Pfenninger, Eberhardt, Ostwald, Kauhanen, Cramer, Waldhausen – Hobbs, Michl, Schmidpeter, Matheson, Forster, Pfleger, Modlmayer, Trattner, Maier
Tore:
13. Min. 1:0 Bauer (Ziesche, Kassay-Kezi)
18. Min. 2:0 Kuqi (Valasek, Nemec)
22. Min. 2:1 Hobbs (Matheson, Ostwald; 5/4)
26. Min. 3:1 Rubin (Spitzner, Schutz; 5/4)
27. Min. 4:1 Lahtinen (Tramm, Schutz; 5/4)
31. Min. 4:2 Modlmayr
36. Min. 5:2 Tabert (Pauker, Raab)
42. Min. 5:3 Modlmayr (Waldhausen, Cramer)
57. Min. 6:3 Schutz (Rubin)
60. Min. 7:3 Schutz (Tramm, Pauker; 5/4)
Strafzeiten: Selb 6, Erding 8
Schiedsrichter: Altmann, Lajoie (Verhoeven, Reitz)
Zuschauer: 1.905
Foto: Mario Wiedel