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EHF Passau Black Hawks vs. Selber Wölfe 3:4 OT (2:2; 1:1; 0:0; 0:1)

Die Selber Wölfe feiern einen hart erkämpften Auswärtssieg bei den Passau Black Hawks. Insgesamt drei Führungen für die Wölfe, welche die Passauer allesamt ausgleichen konnten. Besonders stark war hier das Powerplay der Gastgeber, in welchem zwei Treffer gelangen. Während der gesamten Spieldauer ging es hin und her und beide Teams hatten immer wieder ihre Momente. Am Ende musste die Overtime die Entscheidung bringen und hier verteidigten die Wölfe in Unterzahl erst stark und schlugen wenige Augenblicke ebenfalls in Überzahl eiskalt zu, als Gauch mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend den Sieg für die Wölfe besorgte.

Zwei Powerplay Treffer

Der perfekte Start für die Wölfe nach gerade einmal zwei Minuten. Über Schutz und Raab landete der Puck bei Gauch an der blauen Linie, der sofort abzog und Eisenhut im Tor der Passauer wohl etwas überraschte. Die Gastgeber waren um eine schnelle Antwort bemüht und hatten durch Nazzarett eine gute Chance, doch Wiens parierte im eins gegen eins stark. Als Schutz für Beinstellen auf die Strafbank musste, verteidigten die Wölfe gut und ließen bis auf zwei Schüsse von der blauen Linie wenig zu. Kurz vor Ablauf der Strafe, wurde der Druck dann aber doch zu hoch und Neuert versenkte den Puck platziert und unhaltbar unter der Latte. Und auch die Selber Wölfe bewiesen ihre Qualitäten im Powerplay und konnten mit Ablauf der Strafe die erneute Führung herstellen, als Schutz angespielt wurde und mit seinem Onetimer präzise ins kurze Eck traf. Wenige Augenblicke später fand Valasek mit seinem Pass Tabert im Slot, der jedoch die Latte traf. Genannter musste wenig später ebenfalls auf die Strafbank und wieder spielten die Black Hawks ein starkes Powerplay, welches direkt wieder zum Ausgleich führte. Nach einer schönen Stafette landete der Puck im Slot bei Schembri, der nur noch den Schläger reinhalten musste. 

Passau schlägt erneut zurück

Selb startete in den Mittelabschnitt im fünf gegen drei, konnte daraus jedoch kein Kapital schlagen. Bis auf einen Schuss von Schutz konnten die Wölfe hier kaum Druck auf das Tor der Black Hawks ausüben. Doch die Porzellanstädter blieben am Drücker und als Gauch den Puck erst nicht richtig traf, landete dieser so etwas glücklich bei Lahtinen, der mit einem satten Schuss unter die Latte die neuerliche Führung für seine Farben markierte. Passau konnte offensiv aber immer wieder Nadelstiche setzen. Nazzarett eroberte den Puck in der neutralen Zone und scheiterte erneut an Wiens. Das muntere Tore schießen ging weiter und zum dritten Mal an diesem Abend konnte Passau die Führung der Wölfe egalisieren. Rott setzte sich auf außen durch, sein Schuss klatschte erst noch gegen den Pfosten, von wo er an den Rücken von Wiens prallte und Rott im Nachsetzen traf. In den Schlussminuten war Selb nochmals aktiver und arbeitete an der neuerlichen Führung, ein weiterer Treffer wollte im zweiten Drittel aber nicht mehr fallen. 

Torloser Schlussabschnitt

Beide Mannschaften hatten zu Beginn ihre Momente. In den ersten Minuten waren die Wölfe wieder am Drücker, bevor Passau dann wieder zu mehreren Abschlüssen kam. Die große Chance hatte dann Spitzner auf Seiten der Wölfe, als sein Schuss von außen von Eisenhut nicht sicher aufgenommen wurde, doch im Nachschuss scheiterte der Stürmer erneut. Selb erhöhte den Druck zunehmend und die Gastgeber hatten alle Hände voll zu tun, ihr Tor zu verteidigen. Tabert scheiterte nach einer Energieleistung nochmals mit seinem Schuss, der knapp vorbeiging. Die Entscheidung in der regulären Spielzeit wollte aber keinen von beiden Teams noch gelingen und so ging es in die Overtime.

Und die Verlängerung startete für die Wölfe äußerst unglücklich, da Nemec nach 30 Sekunden für Beinstellen auf die Strafbank musste. Die Gastgeber zogen nach dieser Entscheidung auch direkt die Auszeit. Selb hier auch im Glück, als Passau den Pfosten traf und so schafften es die Wölfe in Person von Gauch, Tramm und Spitzner die zwei Minuten von der Uhr zu nehmen. Doch es kam noch besser für Selb: Spitzner wurde beim Konter regelwidrig zu Fall gebracht, woraufhin die Wölfe ebenso ein Powerplay erhielten und hier ebenfalls vorab die Auszeit zogen. Und sofort folgte der Siegtreffer für Selb. Lahtinen auf Gauch, der im Slot frei zum Abschluss kam, den Puck im Netz versenken konnte und seinem Team somit noch den Zusatzpunkt sicherte.

Mannschaftsaufstellungen und Statistik

EHF Passau Black Hawks: Eisenhut (Engler) – Faulhaber, Manns, Horschel, Biberger, Reich, Maul – Schembri, Röthke, Stern, Neuert, Nazzarett, Schmidt, Nuss, Rott, Deichmann, Mößinger

Selber Wölfe: Wiens (Weidekamp) – Gläßl, Tramm, Gauch, Raab, Kassay-Kezi, Müller, Hördler, Bauer – Tabert, Nemec, Valasek, Spitzner, Weiß, Schutz, Lahtinen, Rubin, Pauker, Klughardt, Ziesche, Gelke

Tore:

2. Min. 0:1 Gauch (Raab, Schutz)

13. Min. 1:1 Neuert (Schembri, Nazzarrett; 5/4)

16. Min. 1:2 Schutz (Lahtinen, Tramm)

19. Min. 2:2 Schembri (Nazzarrett, Maans; 5/4)

25. Min. 2:3 Lahtinen (Gauch, Raab)

34. Min. 3:3 Rott (Mössinger, Maul)

63. Min. 3:4 Gauch (Lahtinen, Schutz; 4/3)

Strafzeiten: Passau 10, Selb 6

Schiedsrichter: Zettl, Kannengießer (Hintermeier, Herrmann)

Zuschauer: 765

Foto: Jesper Hilbig