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Deggendorfer SC vs. Selber Wölfe 5:1 (1:0; 2:1; 2:0)

Das Spitzenspiel zwischen dem Deggendorfer SC und den Selber Wölfe hielt, was es versprach. Bedauerlich war lediglich, dass die Partie durch eine krasse Fehlentscheidung, als der reguläre Führungstreffer der Selber Wölfe trotz Videobeweis keine Anerkennung fand, überschattet wurde. Deggendorf trat danach wie eine Spitzenmannschaft auf und ging im Laufe des zweiten Drittels mit drei Toren in Führung. Tramm brachte die Wölfe noch einmal heran und die Porzellanstädter setzten im Schlussabschnitt nochmal alles auf eine Karte, wurden aber mit zwei weiteren Gegentreffern bestraft.

Skandalöse Schiedsrichterentscheidung

Die Selber Wölfe starteten gut ins Spiel und kamen durch Valasek zur ersten Torchance der Partie. Im weiteren Verlauf hatten dann die Gastgeber durch Hafenrichter und Weilandt erste gute Einschussmöglichkeiten. Skandalös war dann, was in der 7. Minute folgte: Ein klarer und regulärer Treffer von Nemec wurde auch nach Videobeweis vom Schiedsrichtergespann nicht anerkannt. Nach Protesten des Selber Trainergespanns wurde sogar noch eine Bankstrafe gegen das Wolfsrudel ausgesprochen. Die Partie blieb trotz aller Diskussionen weiter offen, Gläßl scheiterte im Nachsetzen, auf der anderen Seite ließ aber auch Deggendorf einen Hochkaräter liegen. In der 16. Minute jubelte der DSC dann aber doch, nachdem Ty Jackson Wiens zum 1:0 überwunden hatte.

Tramm bringt die Wölfe noch einmal in Schlagdistanz

Nach einem guten, aber erneut ertraglosen Powerplay der Selber Wölfe, waren es wieder die Niederbayern, die auf die Anzeigetafel kamen. Einen gut vorgetragenen Konter schloss Stloukal gekonnt zum 2:0 ab. Im weiteren Verlauf parierte Wiens glänzend gegen Weilandt und auf der anderen Seite scheiterte Schutz an Pielmeier. In der 29. Minute jubelten wieder die Gastgeber. Ty Jackson stellte den Spielstand mit einem trockenen und platzierten Schuss auf 3:0. Doch die Wölfe steckten nicht auf: Tramm brachte seine Farben in Überzahl per Onetimer wieder auf zwei Tore heran.

Wölfe ohne Fortune

Im Schlussabschnitt setzten die Wölfe alles auf eine Karte, doch Deggendorf verteidigte clever und ließ wenig zu. Als Wiens das Tor zugunsten eines zusätzlichen Feldspielers verlassen hatte, wurde Lahtinen – nach Wahrnehmung der Schiedsrichter regelgerecht – von den Beinen geholt. Weilandt brauchte die Scheibe zur endgültigen Entscheidung nur noch über die Torlinie schieben. Der Treffer zum 5:1-Endstand in der 57. Minute hatte nur noch statistischen Wert.

Mannschaftsaufstellungen und Statistik

Deggendorfer SC: Pielmeier (Wieber) – Heiß, Humberstone, Pozivil, Pfänder, Heinzinger, Zitterbart, Skorohodov – Stloukal, T. Jackson, D. Jackson, Baßler, Weilandt, Hahn, Hafenrichter, Leinweber, Elsberger, Buchner, Pill, Bergbauer

Selber Wölfe: Wiens (Weidekamp) – Tramm, Gläßl, Gauch, Raab, Müller, Kassay-Kezi, Hördler – Kuqi, Nemec, Valasek, Spitzner, Rubin, Schutz, Tabert, Lahtinen, Pauker, Klughardt, Bauer, Ziesche

Tore:

16. Min. 1:0 T. Jackson (D. Jackson, Stloukal)

25. Min. 2:0 Stloukal (T. Jackson, Heiß)

29. Min. 3:0 T. Jackson (D. Jackson, Stloukal; 4/4)

32. Min. 3:1 Tramm (Lahtinen, Pauker; 5/4)

56. Min. 4:1 Weilandt (Hahn, Baßler; eng)

57. Min. 5:1 Elsberger (Leinweber, Hafenrichter)

Strafzeiten: Deggendorf 10, Selb 8

Schiedsrichter: Deckert, Lohse (Reitz, Grübl)

Zuschauer: 2.174

Foto: Pauline Manzke