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Selber Wölfe vs. Stuttgart Rebels 6:1 (3:1; 2:0; 1:0)

Eine über 60 Minuten einseitige Partie endet mit einem klaren und vollkommen verdienten Heimsieg der Selber Wölfe. Mit teils wunderschön herausgespielten Treffern zeigten die Wölfe von Beginn an, welches Team hier das Eis als Sieger verlassen wird. Gegen eine zeitweise überforderte Defensive der Rebels verpassten es die Wölfe, das Ergebnis noch deutlicher zu gestalten. Dennoch sahen die Zuschauer eine spielfreudige Mannschaft, welche immer wieder schöne Angriffe initiierte und das Ergebnis auch noch deutlicher hätten gestalten können.

Tiki-Taka im Vorwerk

Die Wölfe waren von Beginn an tonangebend und hatten die Kontrolle über die Partie. Der erste Treffer gelang dann folgerichtig den Wölfen, als Kuqi am langen Pfosten zweimal nachsetzte und den Puck so im Gehäuse der Rebels zur Führung unterbrachte. Aus dem Nichts dann aber die schnelle Antwort der Gäste. Ein schöner Pass von außen auf den blanken Lammel führte etwas überraschend zum Ausgleich. Selb wiederum war um die schnelle Antwort bemüht, doch Schutz scheiterte mit seinem Schuss an Vieregge. Kurze Zeit später gelang den Wölfen dann aber der erneute Führungstreffer. Ein wunderschöner Spielzug über Nemec und Tabert im Doppelpass vollendete Kuqi blank am langen Pfosten, wo der Angreifer den Puck nur noch einzuschieben brauchte. Es ging munter weiter. Wieder war er es ein starker Spielzug, der zum dritten Treffer für Selb führte. Gauch setzte an der Bande nach, gewann den Zweikampf und leitete direkt auf Weiß weiter, der im Slot die Ruhe behielt und uneigennützig vor Vieregge auf Schutz weiterleitete, der keine Mühe hatte, den Puck im Tor unterzubringen. Die Wölfe waren auch in der Folge dominant und hatten in Unterzahl sogar die Chance auf den vierten Treffer, als Weiß an der Bande von drei Gegenspielern attackiert wurde und mit viel Übersicht auf den eingelaufenen Kuqi weiterleitete, der jedoch frei vor Vieregge scheiterte. In eigener Überzahl gelang den Wölfen dann vor der Pause kein weiterer Treffer mehr.

Pauker im Powerplay

Die Dominanz der Selber Wölfe ging auch im Mitteldrittel nahtlos weiter. Schon nach kurzer Zeit durften die Wölfe erneut im Powerplay agieren und erzielten hier dann auch das nächste Tor. Dieses war Rückkehrer Tom Pauker vorbehalten, der von Gauch den Puck erhielt und das Spielgerät humorlos unter die Latte hämmerte. Von den Rebels war auch danach offensiv rein gar nichts zu sehen. Das Spiel fand ausschließlich in der Zone der Rebels statt. Die Wölfe versäumten es hier, das Ergebnis noch deutlicher zu gestalten. Schutz scheiterte am glänzend reagierenden Vieregge. Im bereits vierten Powerplay allein zweiten Drittel gelang den Wölfen dann schließlich der nächste Treffer. Nach Zuspiel von Weiß scheiterte Lahtinen erst noch an Vieregge. Den Nachschuss vollendete Schutz dann im kurzen Eck zum 5:1. Die Gäste aus Stuttgart ließen auch weiterhin jegliche Offensivbemühungen vermissen und so waren es immer wieder die Wölfe, die sich Chance um Chance erspielten. Stuttgart durfte sich bei deren Goalie bedanken das das Ergebnis zur zweiten Pause nicht noch deutlicher ausfiel.

Wölfe spielen es runter

Die Wölfe waren auch im letzten Spielabschnitt klar am Drücker und hatten die Partie auch hier vollkommen im Griff. Spätestens nachdem 6:1 durch Rubin, welcher einem schönen Konter über Lahtinen vorausging, der im zwei auf eins im perfekten Moment auf seinen Mitspieler rüber legte, war die Messe endgültig gelesen. Selb investierte nicht mehr als noch nötig war und die Gäste aus Stuttgart konnten offensiv nach wie vor keine großen Chancen herausspielen. Auf Seiten der Rebels vereitelte der beste Akteur in Person von Torhüter Vieregge ein deutlicheres Ergebnis und so blieb es im Schlussabschnitt bei dem einen Tor der Wölfe.

Mannschaftsaufstellungen und Statistik

Selber Wölfe: Wiens (Weidekamp) – Gläßl, Tramm, Gauch, Raab, Kassay-Kezi, Müller – Kuqi, Nemec, Tabert, Spitzner, Weiß, Schutz, Lahtinen, Rubin, Pauker, Hördler, Bauer, Gelke

Stuttgart Rebels: Vieregge (Rödel) – Kirchhoff, Montgomery, Ritter, Derraugh, Holden, Fischer, Renke – Geidl, Blais, Lammel, Herm, Poncelet, Bloem, Renner, Renner, Pronin, Yamak, Kohans

Tore:

6. Min. 1:0 Kuqi (Nemec, Gauch)
7. Min. 1:1 Lammel (Blais; Geidl)
9. Min. 2:1 Kuqi (Nemec, Tabert)
10. Min. 3:1 Schutz (Weiß, Gauch)
22. Min. 4:1 Pauker (Gauch, Nemec; 5/4)
34. Min. 5:1 Schutz (Lahtinen, Weiß; 5/4)
44. Min. 6:1 Rubin (Lahtinen, Raab)

Strafzeiten: Selb 6, Stuttgart 12

Schiedsrichter: Noeller, Lohse (Hellingrath, Reuter)

Zuschauer: 1.631

Foto: Mario Wiedel