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Selber Wölfe vs. Deggendorfer SC 3:5 (1:1; 1:0; 1:4)

Der Tabellenführer aus Deggendorf gewinnt am Ende verdient, ein Stück weit aber auch glücklich mit 3:5 in Selb. Ein sehr gutes Oberligaspiel, welches von Minute eins bis zum Ende ein hohes Tempo bot, fand aufgrund der fulminanten Schlussminuten der Gäste, mit einem Viererpack von Dylan Jackson sein Ende. Pech hatten die Wölfe, da sie beim Stand von 2:2 durch Lahtinen und dessen Penalty die Chance auf den dritten Treffer hatten und die Partie so womöglich auf Seite der Wölfe gekippt wäre. Doch im direkten Gegenzug sorgte Topscorer Jackson mit dem 2:3 für die Vorentscheidung. Selb kämpfte nochmals aufopferungsvoll, steht am Ende jedoch mit leeren Händen da. Dennoch können die Wölfe auch viel Positives aus der Partie ziehen, da man gegen den Spitzenreiter über die gesamte Distanz gut mithalten konnte und am Ende die individuelle Klasse von Jackson den Ausschlag für den Deggendorfer Sieg gegeben hat. 

Munteres Spiel

Zwar begann das Spiel ohne nennenswerte Chancen auf beiden Seiten, dennoch hatten die Wölfe durchaus mehr von der Partie. Nach gut vier Minuten schlugen die Gäste dann aber eiskalt zu. Nach Bullygewinn zog Humberstone von der blauen Linie ab, seinen Schuss ließ Weidekamp unglücklich nach vorne prallen, wo Roy goldrichtig stand und nur noch ins leere Tor einschieben musste. Die Antwort der Wölfe folgte postwendend. Gauch zog außen stark in den Slot und traf mit seinem Handgelenksschuss trocken unter die Latte zum Ausgleich. Erstmals im Powerplay verteidigten die Gäste jedoch stark und Selb konnte hier keine nennenswerte Chance kreieren. Als Weiß auf Seiten der Wölfe auf die Strafbank musste, sah das Powerplay der Gäste schon gefährlicher aus, doch die Wölfe verteidigten ebenso stark und überstanden das Unterzahlspiel schadlos. Es ging nun munter hin und her. Nach einer guten Phase der Wölfe, meldete sich Deggendorf in Person von Bergbauer zurück, der mit seinem Schuss an der Unterkante der Latte scheiterte. Einen Pass von Jackson auf seinen Bruder machte Weidekamp dann stark zunichte. In den Schlussminuten war Selb dann wieder etwas stärker, doch auch Pielmeier war auf seinem Posten und bewahrte sein Team vor dem Rückstand.

Lahtinen mit dem Shorthander

Beide Mannschaften knüpften nahtlos an Drittel eins an und blieben auf dem Gaspedal. Als Gelke nach einem Bandencheck auf die Strafbank musste, zeigten die Wölfe wieder ein starkes Unterzahlspiel, welches sie am Ende mit einem Shorthander krönen konnten. Pauker eroberte den Puck in der neutralen Zone, legte dann ab auf Lahtinen, der nicht gestört wurde und mit einem schönen und platzierten Schuss unter die Latte die Führung für Selb erzielen konnte. Ebenfalls im Powerplay, hatte auch Selb wieder Probleme, in Position zu kommen. Selb erhielt direkt nach Ablauf der Strafe erneut die Chance in Überzahl. Diesmal lief der Puck deutlich besser, wobei sowohl Schutz als auch Lahtinen am stark reagierenden Pielmeier scheiterten. In der Folge waren es wieder die Gäste, die stärker wurden und mehrmals gefährlich vor dem Tor der Wölfe auftauchten. Bednar scheiterte mit seinem Versuch denkbar knapp und so hatte die Führung für Selb weiter Bestand. Deggendorf drängten in den Schlussminuten vehement auf den Ausgleich und schnürten die Wölfe in deren Zone ein, doch Weidekamp hielt die Führung weiter fest. Die beste Chance auf Seiten der Wölfe hatte dann Ziesche, der vor dem Tor mit einem schönen Pass von Bauer bedient wurde, wo der Angreifer den Schläger reinhielt und der Puck knapp über das Tor ging. Deggendorf musste dem Tempo nun Tribut zollen und die Wölfe waren wieder besser in der Partie. Selb nahm die knappe Führung dann mit in die letzte Pause. 

Viererpack von Dylan Jackson

Die Gäste konnten sich für ihren Aufwand zuvor zu Beginn des Schlussabschnittes schnell belohnen. Nach einer Strafe gegen Müller folgte der verdiente Ausgleich im Powerplay. Deggendorf ließ den Puck gut zirkulieren und am Ende versenkte Dylan Jackson ein Zuspiel von Ty Jackson trocken aus dem Slot zum 2:2. Die weiterhin starke Partie beider Mannschaften kannte keine Pausen und es ging mit viel Tempo hin und her, wobei der Tabellenführer immer wieder nah dran war am Führungstreffer, während die Wölfe immer Mal wieder für etwas Entlastung sorgen konnten. Nach einer Energieleistung von Nemec tauchte dieser vor Pielmeier auf, wurde bei seinem Abschluss jedoch noch regelwidrig gehindert, wodurch die Wölfe vier Minuten vor Ende nochmals die große Chance in Form eines Penalty erhielten. Lahtinen trat an, scheiterte jedoch mit seinem Versuch an Pielmeier. Im direkten Gegenzug war es dann Jackson der auf und davon war und Weidekamp zur Führung für Deggendorf überwinden konnte. Die Wölfe warfen in den Schlussminuten nochmal alles in die Waagschale um zum Ausgleich zu kommen, doch die Gäste schlugen erneut zu. Jackson kurvte um das Selber Tor und traf per Bauerntrick zum 2:4. Die Wölfe nahmen die Auszeit und zogen den Goalie. Dieser Schachzug machte sich gleich bezahlt, als Kuqi im Fallen stark nachsetzte und so den Puck zu Weiß brachte, der mit der Rückhand den Anschlusstreffer erzielte. Erneut zogen die Wölfe den Torhüter, der Ausgleichstreffer wollte jedoch nicht mehr gelingen, stattdessen traf Jackson zum vierten Mal im Schlussabschnitt und erzielte so den Endstand. 

Mannschaftsaufstellungen und Statistik

Selber Wölfe: Weidekamp (Fuchs) – Gläßl, Tramm, Gauch, Raab, Kassay-Kezi, Müller, Hördler – Kuqi, Nemec, Valasek, Spitzner, Weiß, Schutz, Pauker, Lahtinen, Tabert, Bauer, Ziesche, Gelke

Gegner: Pielmeier (Fössinger) – Humberstone, Heiß, Heinzinger, Zitterbart, Bednar, Pozivil – Stloukal, Jackson, Jackson, Buchner, Leinweber, Roy, Hafenrichter, Hahn, Baßler, Pill, Bergbauer

Tore:

4. Min. 0:1 Roy (Humberstone, Buchner)
6. Min. 1:1 Gauch (Weiß, Raab)
25. Min. 2:1 Lahtinen (Pauker)
42. Min. 2:2 Jackson (Jackson, Humberstone; 5/4)
56. Min. 2:3 Jackson (Stloukal, Zitterbart)
58. Min. 2:4 Jackson (Zitterbart, Jackson)
59. Min. 3:4 Weiß (Kuqi)
60. Min. 3:5 Jackson (Stloukal, Jackson)

Strafzeiten: Selb 6, Deggendorf 10

Schiedsrichter: Deckert, Noeller (Verhoeven, Laudenbach)

Zuschauer: 1849

Foto: Mario Wiedel